Neue eBay-Zahlungsabwicklung auf 2013 verschoben
Verfasst am 08.06.2012 von Stephanie Schmidt
Ende Februar 2012 kündigte eBay zum Sommer 2012 die Einführung einer neuen Zahlungsabwicklung über ein eigenes Vermittlungssystem an.
Das Zahlungsverfahren hatte eBay schon im September 2011 im Rahmen eines Pilotprojekts vorgestellt. Es sollte wie ein Treuhanddienst funktionieren: Der Käufer sollte die Zahlung unmittelbar an eBay leisten, eBay den Verkäufer über den Zahlungseingang informieren und auffordern, die Ware zu verschicken. Erst nach Versand durch den Verkäufer erhält dieser innerhalb bestimmter von eBay das Geld ausgezahlt. Diese sind unterschiedlich, je nachdem ob das Konto privat oder gewerblich ist. Bei gewerblichen Verkäufern hängen sie auch vom Servicestatus und der Verkaufsgeschichte ab.
Bereits während der Pilotphase wurden jedoch Verzögerungen bei der Auszahlung der Gelder an die Verkäufer durch eBay bekannt. Zudem wurde das geplante System kritisiert, da es viele Problemfälle, wie z.B. den Artikelverlust auf dem Versandweg, individuell angefertigte Waren oder auch einen Zahlungsrückstand des Käufers von mehr als 30 Tagen gar nicht abdecke. eBay profitiere zudem vom Transaktionsablauf, da dem Unternehmen der Kaufpreis ohne Verzinsung zugunsten des Verkäufers während der Vertragsabwicklung zur Verfügung stehe.
Am 05.06.2012 teilte eBay nun mit, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Fortsetzung des Zahlungsverfahrens ohne eine Lizenz nach dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) untersagt habe. Das Unternehmen kündigte an, es werde nun die notwendige Lizenz von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde CSSF (Commission de Surveillance du Secteur Financier) erwerben und die neue Zahlungsabwicklung voraussichtlich erst 2013 einführen.
Bis dahin gelte der herkömmliche Zahlungsprozess, bei dem der Käufer direkt an den Verkäufer bezahlt.
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