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The World according to G...
verfasst am 18. Mai von Martin Gross-Albenhausen
Will Google es tatsächlich noch einmal versuchen? Medienberichten zufolge erwägt Big G, das nächste Nexus-Gerät nicht über Mobilfunk-Provider, sondern selbst zu vertreiben. Damit war das Unternehmen schon einmal grandios gescheitert.
Allerdings hat sich seitdem viel getan:
- Android ist klarer Marktführer bei den Smartphone-Betriebssystemen. Spaß machen diese erst, wenn man auch einen Google-Account hat. Und wenn man einen Account mit vielen Apps hat, bleibt man gerne dabei. (Wer wollte noch einmal tausende von Euro für eine zweite iTunes-Musikbibliothek ausgeben?)
- Die Technologie ist heute so weit, dass man eigentlich auf die SIM-Karte verzichten könnte. Eine Soft-SIM könnte das ohne ein Stück Plastik und Chip abbilden - aber sie lockert die Verbindung zwischen Provider und Telefonkunde doch beträchtlich. Interessant ist, dass Google in Spanien eine eigene SIM an Mitarbeiter ausgegeben hat: Mit dem Versprechen auf Least Cost-Routing würden sich sicher einige Kunden locken lassen.
- Nicht zuletzt kann Google so auch die Near Field Communication und damit das Bezahlen via Handy stärker kontrollieren - zum Unwillen von PayPal. Die eBay-Tochter musste verschiedene Top-Manager nach Mountain View ziehen lassen.
Erstaunlich, wie Google Glied für Glied aus der Wertschöpfungskette der unterschiedlichsten Handelsformen herauswindet. Und wie mehr und mehr Knotenpunkte von Kundenbeziehungen in eine Hand kommen. Mit ihnen auch die Daten. Denn NFC kann schnell auch die virtuelle Einsicht oder Hoheit über Kundenbindungsprogramme, Bonuspunkte, und das Einlöseverhalten in Verbindung mit Warenkörben (virtuell wie physisch) mit sich bringen.
Social, Mobile, Local: Google hat diese Trias zur Marschrichtung für die kommenden Jahre erhoben. Mit Google Maps lernt Google die Bewegung der Menschen im Raum zu verstehen. Mit Google Plus lernt Google, was relevante Interaktion in Mikronetzen ausmacht. Mit jedem weiteren (auch nur kurzzeitig aktiven) Angebot versteht Google besser, wie Menschen sich in der Welt bewegen.
Wo andere noch debattieren, ob SoMoLo am Ende nur ein weiteres Buzz-Word sei, baut die Suchmaschine an Strukturen, um das Betriebssystem für diese Welt zu werden.
