Das Sterben der Mobile OS
verfasst von Ingmar Böckmann am 29.6.2012
Das Sterben der Smartphone-OS geht weiter. Nachdem Palm mit WebOS von HP aufgekauft, kurzfristig weitergeführt und dann beerdigt wurde erwischte es auch Nokia schwer, welches mit Symbian eines der erfolgreichsten Smartphone-OS der vergangenen Jahre durch nichtstun vor die Hunde gehen ließ. Nokia, einst größter Mobiltelefonhersteller der Welt, versucht sich durch eine strategische Allianz mit Microsoft über Wasser zu halten. Und seit einem guten Jahr kämpft Research in Motion, Hersteller des bekannten Blackberry ums Überleben. Allem Anschein nach jedoch wenig erfolgreich. Nach den gefloppten Touchscreenhandys konnte RIM auch seinen Tabletcomputer Playbook nur in homöopathischen Dosen unters Volk bringen. Das neue Blacberry-OS 10 lässt auch auf sich warten, während RIM bereits mehrere Entlassungsrunden von jeweils mehreren Tausend Mitarbeitern hinter sich hat.
Bleiben nur 3, eigentlich sogar nur 2 bedeutende Hersteller mobiler Betriebssysteme. Googles Android hat inzwischen beinahe eine Million neue User, bzw. Geräteaktivierungen täglich. Apples iOS kommt da bei weitem nicht hinterher, ist allerdings trotzdem eine sehr starke Nummer 2 mit, im Gegensatz zu Google, eigener Hardwareproduktion. Bleibt die Nummer 3; Microsoft mit Windows Mobile. Hoffentlich kann Microsoft die in Windows Phone 8 gesetzten Erwartungen erfüllen. Ansonsten sehe ich schwarz für den dritten im Bunde der Smartphone-OS Hersteller.
Wo ein Oligopol aus Android und iOS hinführen wird kann man sich lebhaft vorstellen. Der momentan herrschende hohe Konkurrenzdruck mit dem Zwang zu ständigen Innovationen würde stark nachlassen. Langfristig würden die Preise für die Betriebssysteme steigen (auch ein Android kann kostenpflichtig werden...).
Bleibt also nur zu hoffen, dass RIM, Nokia und Microsoft aus ihrer tiefen Krise im Mobile-Markt herauskommen und sich neu und gestärkt aufstellen können.
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