Vorsitzender des DFL, Christian Seifert; zu Gast bei der Leaders' Lecture des bvh am 23.05.2012
verfasst am 25.05.2012 von Katrin Triebel

Eigentlich bin ich kein ambitionierter Fußball-Fan, aber wenn es um Pokalfinale, Champions-League oder EM- und WM-Spiele mit unserer National-Elf geht – bin ich als Public Viewer dabei.
So war es sehr interessant für mich, Hintergrundinformationen zum Thema Fußball und Zahlen von Christian Seifert – Vorsitzender der Geschäftsführung der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Vizepräsident des DFB und Mitglied im Vorstand des Ligaverbandes - auf der bvh-Veranstaltung zu bekommen.
Christian Seifert hat nach Beendigung seines Studiums der Kommunikationswissenschaft, Marketing und Soziologie eine beachtliche berufliche Karriere hingelegt, war in großen Medienunternehmen im oberen Management zu Hause und ist seit 2005 Vorsitzender der Geschäftsführung des DFL.
Nachdem er den Rekord- Vermarktungsvertrag mit dem Pay-TV-Sender Sky von ca. 2,5 Mrd. EUR bis 2017 (das entspricht ca. 630 Mio. EUR pro Saison) für die Profivereine ausgehandelt hat, bedeutet dies für ihn als Manager kein Ausruhen – im Gegenteil. Denn nicht nur Top-Clubs wie Borussia Dortmund und Bayern München können mit diesem Budget rechnen – sondern für jeden Erstligisten bedeutet dies ca. 10 Mio. EUR Mehreinnahmen pro Saison. Somit haben auch die anderen Clubs größeren finanziellen Spielraum als je zuvor.
Großen Wert legt Christian Seifert auf die ausgabenseitigen Zahlen und das gute Image des deutschen Fußballs. Ca. 40 Prozent der Gesamteinnahmen werden aus Medieneinnahmen generiert – dafür sollen Vereine künftig als Gegenleistung bspw. umfassender als bisher, Interviews, Analysen und Berichte zur Verfügung stellen. Das gute Image des deutschen Fußballs sprich: kein Doping, keine Beeinflussung durch Spielwetten, eine systematische Nachwuchsförderung etc. - sollen dabei ebenfalls im Mittelpunkt stehen.
Über 47 Mio. Deutsche interessieren sich für die Clubs der Bundesliga und besuchen die Fußballstadien. Das Interessante für mich – die Fußballbegeisterung in Deutschland nimmt sowohl altersübergreifend als auch geschlechterunabhängig zu.
Christian Seifert ist ein würdiger Repräsentant des deutschen Fußballs, kompetent und dabei sehr bescheiden sowie ohne jegliche Starallüren.
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