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Attraktive Mehrwertdienste für Energieversorger im E-Commerce
Ein Beitrag von Helge Gerullis, Account Manager Intershop, vom 06.05.2013

Energieversorgungsunternehmen stehen vor schwierigen Herausforderungen im Online-Handel. Neben der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, wie etwa dem Angebot tageszeit- und lastvariabler Tarife sowie unterjähriger Rechnungslegung, sehen sie sich zunehmend einem erhöhten Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Dadurch ist es enorm wichtig, in langfristige Kundenbindung zu investieren und sich durch attraktive Mehrwertdienste von der Konkurrenz abzugrenzen.
Was können Sie Ihren Kunden neben den herkömmlichen E-Commerce Prozessen bieten?
Die Einführung eines Self-Service-Portals
Verbessern Sie Ihr Serviceangebot für Neu- und Bestandskunden und automatisieren Sie wichtige Geschäftsprozesse. Durch den Wegfall manueller Vorgänge in der Auftrags- und Bestandsverwaltung senken Sie wirkungsvoll Ihre Kosten und bieten Ihren Kunden einen Rundum-Service, indem Sie diese ohne langen Mailverkehr einen automatischen Zugang in Ihr Service-Portal geben. Diese können eigenständig Tarife wechseln, Stammdaten (z. B. Rechnungsanschrift, Kontodetails) pflegen und Einblick in Vertragsdetails bekommen.
Smart Metering
Verbessern Sie kundenbezogene Prozesse – von der Abrechnung bis zur Datenanalyse. Optimieren Sie die Ablesung der Energiezähler und bringen sie ihre Kunden schneller zur Abrechnung.
Integration vorhandener Systeme
Nutzen Sie das Potenzial Ihrer Mitarbeiter und vorhandenen Systeme. Integrieren Sie diese in Ihre Online-Plattform und stellen Sie damit sicher, dass Ihnen Ihr bisheriges Wissen nicht verloren geht. Die weiterführende Integration aller Geschäftsprozesse sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird damit sichergestellt.
Hier finden Sie die Geschichte einer erfolgreichen Implementierung eines Energieversorger-E-Commerce-Projekts mit Einbezug dieser Mehrwerte: Download.
Nach der bvh-Asienreise - Abschluss-Interview zum asiatischen E-Commerce-Markt mit Thomas Kipp, CEO DHL Global Mail
Befragt am 26.04.2013 von Christin Schmidt

Rückblickend auf die gesamte Reise, welcher Fakt hat dich am meisten überrascht bzw. war dir neu?
„Durch unsere langjährige Präsenz in Märkten wie China und Japan verfolgen wir die Entwicklungen sehr intensiv, da sie Grundlage für die Entwicklung unserer Marktangebote sind.
Dennoch sind verschiedene Faktoren bemerkenswert wie z.B. die zunehmende Bedeutung Chinas als Absatzmarkt, die steigende Bedeutung von Vertrauen als wesentlicher Grundlage im e-commerce sowie die zunehmende Bedeutung von Premium Angeboten und Frische-Produkten. In Japan ist interessant zu beobachten, dass sich mit Teleshopping ein sehr starker Absatzkanal in Verbindung zu den Online Kanälen etabliert hat und dabei ein sehr stark emotionales Shopping-Erlebnis im Vergleich zum Internet ermöglicht.“
Was ist die größte Herausforderung für den europäischen Markt in Bezug auf den asiatischen E-Commerce Markt. Wo liegt die größte Chance für die Europäer?
„Mit der zunehmenden Kaufkraft der chinesischen Konsumenten vergrößert sich auch deren Interesse an internationalen Produkten und Marken. Das eröffnet in Zukunft vielversprechende Möglichkeiten in einem sich weiterhin sehr dynamisch entwickelnden Markt. Das wiederum bringt entsprechende Herausforderungen mit sich, angefangen bei den Überlegungen zur „richtigen“ Markteintrittsstrategie, den „technischen“ Herausforderungen zur Entwicklung eines grenzüberschreitenden Angebotes sowie letztlich auch die Bereitschaft, sich intensiv mit den „lokalen Spielregeln“ vertraut zu machen und sich darauf einlassen zu wollen.“
Wo siehst du das höchste Innovationspotential des asiatischen E-Commerce-Marktes?
„Ich denke, die Reise hat eindrucksvoll gezeigt, dass man jeden Markt in Asien sehr individuell betrachten muss. Während in China das Thema „Verfügbarkeit“ noch eine große Rolle spielt, sind in Japan Themen wie „Frische“ und „Convenience“ sehr wichtig. Japan hat mit der demographischen Entwicklung (alternde Bevölkerung) bereits mehr zu kämpfen als jede andere entwickelte Volkswirtschaft. Hier ergeben sich durchaus Ansatzpunkte, wie Angebots-, Verkaufs-, Liefer- und Serviceprozesse noch konsequenter auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet werden können. Aber auch die Emotionalisierung und Interaktivität des Einkaufserlebnisses – inkl. der sprichwörtlichen Freundlichkeit der asiatischen Kulturen - werden trotz immer perfekterer Technik eine entscheidende Rolle spielen, um Kunden begeistern zu können. In China sind die Entwicklungen immer noch durch große Dynamik geprägt und es wird eine Menge experimentiert. Das erzeugt eine ungemeine Innovationskraft."
Hier finden Sie weitere Informationen zu DHL Global Mail.
Next: E-Commerce 3.0 im Modellbau
verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 24.4.2013

Hier im How2Trade-Blog stellen wir immer wieder Geschäfte vor, die durch E-Commerce in Frage gestellt werden. Wenn man aber um die Ecke denkt, gibt es auch eine Fülle von Geschäften, die durch E-Commerce neu belebt werden können. Und nicht durch "anflanschen" neuer Funktionalitäten an alte Geschäftsmodelle, wie Peer Steinbrück dies heute auf der Next in Sachen Autowerkstatt fantasiert hat.
Die Modellbauer gehören sicher nicht zu den gefährdeten Spezies. Das Geschäft der Revell, Faller und zahlreichen spezialisierten Hersteller verändert sich allerdings. Konkurrenz aus Asien, die Notwendigkeit, mehr technische Raffinesse und Vernetzung zu liefern, Virtualisierung - das alles hat nicht zum Ende der Branche geführt, sondern eher zu neuen, faszinierenden Angeboten.
Die Spielwarenmesse in Nürnberg hatte das im Frühjahr gespiegelt und auch gezeigt, dass Kreativität und Individualisierung der Produkte hoch im Kurs stehen. Vor diesem Hintergrund sehe ich für die Modellbauer im derzeit gehypten 3D-Druck eine echte Chance. (Immer wieder gute Informationen darüber gibt es bei Hagen Fisbeck im regital-Blog.) Zumal 3D-Druck im weiteren Sinne auch nachhaltiger sein kann als der Kauf von "packaged goods". Erst recht, wenn auch Rohstoffe wie Holz oder Holzmehl eingesetzt werden.
- In der ersten Phase könnten die regionalen Vertriebspartner z.B. Ersatzteile einfach, kostengünstig und schon bald mit hoher Wertschöpfung erstellen und verkaufen.
- Die Hersteller selbst erschließen sich einen neuen Markt, wenn sie Kunden die Möglichkeit geben, Bauteile zu verändern und bei den Partner sofort oder später am eigenen 3D-Drucker selbst auszuprinten.
- Kleinserien sind kein Problem mehr, Risiko wird leichter belohnt.
- Wenn die Idee und nicht die Distribution der Engpass ist, entsteht ein Markt für Designer.
Andererseits stehen die Händler und Hersteller vor dem gleichen Problem, das die Buch- und Musikbranche durch "Digital Rights Management" lösen muss. Entweder muss die Weitergabe von printbaren Designs unterbunden werden - oder es braucht Geschäftsmodelle, die die Weitergabe explizit einkalkulieren.
Vor Jahren schon hat mich LEGOs "Design byMe"-Konzept begeistert. Es zeigt aber auch die Grenzen, denn im Januar 2012 musste der Spielzeughersteller das Konzept vom Markt nehmen. Customization - das wissen viele Versender - ist ein Nischenkonzept. Selbst dann, wenn Millionen daran teilnehmen.
Ist 3D-Druck ein Game-Changer? Hat Spreadshirt die Art verändert, wie wir T-Shirts kaufen?
In jedem Fall gibt es dutzende Wertschöpfungsmodelle, die 3D-Druck einsetzen können. Einige habe ich oben skizziert. Andere docken z.B. bei beliebten Online- oder Mobile-Games an wie minecraft. Lego und andere bieten Merchandising-Produkte an. Welcher Engpass könnte hier nicht beseitigt werden!
Bedroht das nicht die Spielwaren-Händler? Es bedroht die Verwalter des Engpasses, aber nicht die, die Chancen ergreifen. Handel verändert sich. Es gibt in Berlin-Steglitz einen Spielwaren-Laden der ohne seinen Webshop nicht überleben könnte. Dort hat er sich nach allen Regeln der Online-Kunst auf ein Kernsortiment konzentriert. Und kann so die Schwächen des "Laufs" ausgleichen.
