Zur Zeit wird gefiltert nach: Mobile
Filter zurücksetzen
Hybrid-TV – Neue Freiheit für die Werbung?
Hinweis vom 08.05.2013 auf den Beitrag von Roland Eisenbrand, ONEtoONE

Nationale TV-Vermarkter preisen verstärkt Kampagnenangebote an, die klassische TV-Werbung mit dem Internet verknüpfen und hybride TV-Technologien nutzen. Noch gibt es allerdings kein einheitliches Medienrecht für „Werbung mit dem Red-Button“. In einem Artikel für ONEtoONE informieren die Rechtsanwälte Dr. Stefan Engels und Dr. Michael Stulz-Herrnstadt (Bird & Bird) über den aktuellen Spagat zwischen neuer Werbefreiheit und etwaigen Grenzen.
Hier geht es zum Beitrag:
http://www.onetoone.de/Hybrid-TV-Neue-Freiheit-fuer-die-Werbung-23575.html
In den Schuhen des Kunden laufen: Kleine Dinge statt großer Kampagnen
verfasst von Martin Groß-Albenhausen am 2. Mai 2013

Mein Vortrag über den "USP von Bleistiften" hat etwas die Runde gemacht und auch bei einigen Skepsis erzeugt. Denn natürlich ist richtig, dass besondere Services der nächste Bereich ist, in dem Unternehmen mit hoher Kapitalisierung und großem IT-Budget dem kleinen und mittlerem Händler die Differenzierung streitig machen können. Google Shopping Express zeigt in den USA gerade, dass "Same Day Delivery" nur zeitweilig einen Vorteil verschafft. Sobald konkurrierende Unternehmen alle an diese Plattform angeschlossen sind, wird der USP zur allgemeinen Erwartungshaltung.
Der Einkauf von Bleistiften auf Amazon ist kein wirkliches Erlebnis, die Suche und Filtermöglichkeit mäßig, die Produktdatenbasis beschränkt. Die Frage ist daher, wie klein ein Markt sein muss, um den Aufwand für ein Großunternehmen nicht mehr zu lohnen. Da wir davon ausgehen müssen, dass Vorsprünge in der IT dahinschmelzen und "Aufwand" relativ ist: Werden die Nischen am Ende so klein, dass sich der Aufwand auch für den kleinen Händler nicht mehr lohnt? Wenn das so ist, welche Perspektive hat der Facheinzelhandel noch?
Während Produktdaten noch relativ leicht zu standardisieren sind und daher der Vorsprung schneller schmilzt, ist dies bei Prozessen nicht der Fall. Reifen sind standardisierte Produkte und können bestens über Amazon verkauft werden. Ein Prozess, über den Werkstätten auf der Plattform verknüpft werden, ist alles andere als trivial und hat den Erfolg der Delticom AG begründet. Aktuell wird es spannend zu sehen, welchen Mehr-Nutzen das Project A-Projekt Tirendo dem gegenüberstellen wird.
Am Ende können das Kleinigkeiten sein, die aus dem Verständnis für die Nutzensituationen des Kunden heraus entstehen. Hier stehen die großen Plattformen vor höheren Hürden. Category Management ist ein Aspekt der Web-Exzellenz. Dem steht die Customer Excellence gegenüber.
Kleines Beispiel. Ich nutze seit einigen Tagen eine App zur Planung von Fahrrad-Touren. Es gibt etliche solcher Apps. Warum überzeugt mich Komoot? Die Funktionalitäten gibt es bei anderen vermutlich auch, die Tourenvorschläge haben ihre Grenzen wie bei allen.
Aber ein Blogeintrag hat mich begeistert, weil er zeigt, dass die Entwickler genau verstehen, wo der Spaß an einer App endet:
Auch wenn du mal nicht mit dem Internet verbunden bist, kannst du deinen Touren weiter folgen ohne die Offline-Karten geladen zu haben. Die clevere App merkt sich alle Kartenausschnitte, die du schonmal geladen hast. Um sicher zu gehen, dass du während der Tour das nötige Kartenmaterial hast, schaust du dir vorher, mit Internetverbindung, die gesamte Tour auf dem iPhone oder deinem Android-Telefon an. Und zwar in allen Zoomstufen, die du auch später brauchst. Alle Touren, Kartenausschnitte, POIs und Fotos, die du einmal angesehen hast, werden so automatisch gespeichert.
Karten herunterladen und den kleinen Speicher des Smartphones vollstopfen? Unnötig. Teure Daten-Roaming-Gebühren im Ausland? Nie wieder - die Tour plane ich ohnehin im Vorfeld, logge mich also im Hotel-WLAN ein und gehe oder fahre die Route danach einfach ab.
Verzichtet das Unternehmen dadurch auf Geld? Keineswegs, denn um die Tour in der Region zu planen, muss ich die Region samt aller möglichen Touren kostenpflichtig freischalten. Damit kann ich zwar die Karten auch komplett laden, aber dies ist eben nicht nötig.
Es ist ein kleiner Vorteil, aber er zeigt, dass der Anbieter quasi in die Pedalen seiner Kunden tritt.
Ob man im Laden berät oder im Internet ein Handelsgeschäft aufbaut: Die Lösung solcher kleiner Kundenprobleme schafft Bindung und hilft bei der Entwicklung von Produkten und Services, die nicht einfach zu kopieren sind.
11. Tag der Asienreise - Interview zu China/Japan mit Christian Göwert, Leiter Webshop EMP Merchandising HGmbH
Befragt am 24.04.2013 von Christin Schmidt

Auf unserer Reise haben wir viele E-Commerce-Unternehmen kennen gelernt und besucht. Worin besteht für dich der größte Unterschied zwischen dem E-Commerce in China/Japan und Deutschland?
„Für mich liegt einer der Hauptunterschiede im Business-Modell. Sowohl in Japan, aber insbesondere auch in China, sind die Markplätze das etablierte Modell. Zwar gibt es auch Marken-Shops, diese haben aber keine hohe Relevanz und werden nur von im Markt bekannten (Luxus-) Brands angeboten. Das Modell eBay (C2C) hingegen ist - so wie wir es kennen - in China/Japan weitestgehend unbekannt. Ein weiterer Unterschied, zumindest wenn man sich den chinesischen Markt anschaut, sind ganz sicher die gigantischen Dimensionen, in denen hier gedacht und gehandelt wird. Als Beispiel: Der 11. November ist hier traditionell der "Online-Shopping-Day", an dem alle Online-Marktplätze und -Merchants Promotions und Sales fahren. In 2012 wurde an diesem Tag allein auf TMall ein Umsatz von US$ 2,1 Milliarden erzielt.“
Wo liegt dein persönlicher Fokus bei dieser E-Commerce-Reise?
„Mich interessierte bei dieser Reise besonders der Aspekt der mobilen Nutzung im Alltag - nicht nur speziell der Mobile Commerce, sondern insbesondere, wie sehr sich die Nutzung mobiler Endgeräte in den Alltag integriert. Besonders in China haben viele Menschen das, was wir als "Generation Desktop PC" kennen, übersprungen und kennen das Internet daher oftmals nur über ihre mobilen Geräte. Der Kontext zum Mobile Commerce ergibt sich da schon fast automatisch.“
Welche Fakten der gesehenen Unternehmen Yamato YDM und QVC-Japan haben dich besonders begeistert?
„Bei Yamato war es die "gnadenlose" Ausrichtung auf den Kunden. Einer der Unternehmens-Values lautet "We are employees of our customers", und das schwingt hier überall mit. So etwas wie den direkten telefonischen Kontakt zum Fahrer, um den Lieferzeitpunkt abzustimmen würde ich mir als Kunde auch in Deutschland wünschen.
Bei QVC hat mich insbesondere die Professionalität sowie die Einbindung und Nutzung aller Kanäle und Devices beeindruckt. Testimonials mit eigenen Facebook-Kanälen, YouTube, Mobile Devices - QVC ist immer und überall präsent - selbst im Fahrstuhl.“
Hier finden Sie weitere Informationen zur EMP Merchandising HGmbH.
